Twann

Schlössli
Bauzeit um 1662 und später. Charakteristisch: Giebelständig, Ründifront gegen Dorfgasse. Heute Rebbaubetrieb und Brennerei.

Fraubrunnenhaus
Rebhaus der Zisterzienserinnenabtei Fraubrunnen. Nach der Reformation Herbsthaus der Landvögte von Fraubrunnen. Neubau und Erweiterung nach dem Brand von 1572. Sigmund Conrad Irlet, Buchsee- und Fraubrunnenschaffner, erwarb das Haus 1804. Seither in Familienbesitz. Das Haus beherbergt eine Pfahlbausammlung, die an den Herbstsonntagen oder auf Anmeldung, besucht werden kann.

Abraham-Rösselet-Brunnen
Lieutenant-Colonel Abraham Rösselet (1770-1850) war Twanner Burger. Zur Zeit der Helvetik und Mediation war Hauptmann in einem von Napoleon befehligten Schweizer Regiment. Er machte 1812 unter anderem den russischen Feldzug Napoleons mit. Relief von Bildhauer Karl Hänny (1879-1972) aus Bispschal-Ligerz.

Burgweg – Bärenlänti
Der Burgweg und die Bärenlänti bilden eine versetzte Kreuzgasse mitten im Dorfkern. Als Lindenplatz war der Ort lange Zeit der Twanner Dorfplatz.
Der älteste Häuserbestand datiert aus dem 16. Jahrhundert, damals alle mit Hocheingang im ersten Stock. Teilweise sind spätgotische Elemente vorhanden. Dort war auch das erste Wirtshaus zum Bären.

Ratshaus
Ehemaliges Ratshaus der Gemeinde mit „Pinte und Schal“ (öffentliche Metzgerei), später Schule. Öffentlicher Durchgang zur Ratshauslänti. Über dem Brunnen das alte Twanner Wappen von Bildhauer Karl Hänny.

Aebischerhaus / Pfarrhaus
Dieses Haus, nach der Aarberger Burgerfamilie Aebischer benannt (Besitzerin um 1800), bildete ursprünglich mit dem anstossenden Pfarrhaus eine Einheit. Ein Vorbesitzer verkaufte die Westhälfte um 1565 an die bernische Obrigkeit als Pfarrhaus. 1868-1878 bewohnt von Pfarrer Albert Pitzius, Sohn von Jeremias Gotthelf. Ostteil während langer Zeit im Besitz der von Steiger, heute Rebbauernhaus.

Johanniterhaus / Buchseehaus
Ehemaliges an den Kirchhof angrenzendes Rebhaus der Johanniter-Kommende Münchenbuchsee mit Küferlaube und eigener Länte (Bachtele). Teilabbruch beim Strassenbau von 1835/1838. Das Haus wurde 1863 durch den neuen Besitzer Hans-Rudolf Hubacher südlich der Strasse neu aufgebaut. Bis heute in Familienbesitz.

Schulhaus
Im spätklassizistischen Stil 1869/1870 erbaut vom Neuenburger Architekt und Schulhausspezialisten Hans Rychner. Um- und Anbau mit Rebhalle 1985/1986.

Kirche
Ausgrabungen ergaben eine frühmittelalterliche Belegung des Platzes. Die dem hl. Martin geweihte Kirche wurde demnach im 1. Jahrtausend erbaut. Erweiterungen im ausgehenden 13. und 15. Jahrhundert (Turm). Heutige Erscheinung 1666 und 1786. Renovation und neue Orgel 1977/1978. Glasfenster von Max Brunner. Die drei Glocken stammen aus dem 15. Jahrhundert.